In der Auftaktveranstaltung am 6. Juli in Berlin hatten die ver.di-Vertreter ihre Begründung für die Forderung nach einer 7%igen Erhöhung der Löhne und Gehälter bei einer Laufzeit von 12 Monaten vorgebracht. Dabei berief sich ver.di insbesondere auf eine Beschäftigtenbefragung. Eine spürbare Erhöhung der Einkommen sei aufgrund der aktuellen Inflation, die sich vor allem auf Lebensmittel und Energiekosten auswirke, notwendig. Ferner bestehe „Nachholbedarf“ der Druckindustrie gegenüber der Tarifentwicklung anderer Branchen, wie etwa der Metall- oder Chemie-Industrie. Die Forderung, die untersten Lohn- und Gehaltsgruppen auf mindestens 14,90 € pro Stunde anzuheben, begründet ver.di mit einem ver.di-internen Grundsatzbeschluss, einen Mindestabstand zum gesetzlichen Mindestlohn einzuhalten. Die Arbeitgeber hatten diese Forderungen zurückgewiesen. An Hand aktueller Branchendaten hat der BVDM klargestellt, dass die Vorstellungen von ver.di mit den wirtschaftlichen Möglichkeiten der Branche nicht in Einklang zu bringen sind. Nachholdiskussionen sowie der Blick auf andere Branchen, deren Entwicklung nicht mit der Druckindustrie vergleichbar ist, sind aus Sich des BVDM nicht zielführend. Die Tarifverhandlungen für unsere Branche müssen vielmehr auf Basis der wirtschaftlichen Tatsachen des Druckstandorts Deutschland geführt werden. Die von ver.di erhobenen Forderungen übersteigen die finanziellen Möglichkeiten vieler Unternehmen der Druckindustrie deutlich. Sie wecken Erwartungen, die unter den aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht erfüllbar sind. Der BVDM steht weiterhin für konstruktive Verhandlungen. Am Ende muss ein Tarifabschluss stehen, der sowohl die Interessen der Beschäftigten als auch die wirtschaftliche Tragfähigkeit für die Betriebe berücksichtigt. Ausblick und Informationen zur Tarifrunde 2026 für Arbeitgeber Ein weiterer Verhandlungstermin ist bereits für den 7. September 2026 geplant. Bis 31. August 2026 herrscht Friedenspflicht, so dass ver.di frühestens ab September 2026 zu Streiks aufrufen kann. Laufende Updates zur Tarifrunde finden Sie auf der BVDM-Website unter: https://www.bvdm-online.de/bvdm/branchenportal/arbeit-tarif/tarifpolitik/tarifrunde-2026.