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Technischer Informationsdienst
Für eine optimale Veredelung beachten
 
   

Papier/Karton

  • bester Hochglanz von Lacken auf Papieren mit gestrichener Oberfläche
  • relative Feuchte im Stapel im Bereich um fünfzig Prozent
  • Laufrichtung parallel zur Rilllinie.
Druckfarbe
  • soll generell durchgetrocknet sein
  • keine Scheuerschutzpasten, Wachse und Silikone zusetzen, möglichst nur Originalfarben verwenden
  • hochscheuerfeste Druckfarben vermeiden
  • alkali- und lösemittelechte Druckfarben nach DIN 16524 einsetzen
  • in der Trocknung verzögerte Druckfarben (Frischfarben) stellen grundsätzlich ein Veredelungsrisiko dar.
  • Zusätze und Apparaturen zum Beschleunigen der Trocknung sind ebenfalls nicht unproblematisch
  • Farbtöne können durch rein optische Einflüsse nach dem Veredeln verändert erscheinen – besonders Pastell- und Rastertöne. Eine Prüfung der optischen Veränderung ist am produktionsgleichen Andruck mittels eines glasklaren Tesastreifens möglich.

Zusätzlich kann für besondere Veredelungsverfahren Migrationsechtheit und Hitzebeständigkeit erforderlich sein. Beide Seiten des Bedruckstoffes müssen mit geeigneten Farben bedruckt werden, auch wenn nur eine Seite veredelt wird.

Auf der Oberfläche von Metallschliff-Farben können noch Monate nach der Verarbeitung unschöne Flecke entstehen. Eine vermutete Ursache: Korrosion. Dabei können unveredelte Farboberflächen wie veredelte Produkte gleichermaßen betroffen sein. Zur Prüfung dieser Fleckenbildung ist eine Untersuchungsmethode der FOGRA (FOGRA-Forschungsbericht Nr. 73.003) vorhanden. Sie muss allerdings rechtzeitig vor der Verarbeitung mit Originaldrucken erfolgen. Bitte fragen Sie ihren Verdeler.

Druckhilfsmittel

  • starke und in der Körnung zu grobe Druckbestäubung beeinflusst das Ergebnis negativ – deshalb:
  • Druckhilfsmittel sparsam einsetzen

Druckbestäubung wirkt prinzipiell jedem guten Veredelungsergebnis entgegen und sollte stark eingeschränkt werden oder – wo möglich – vermieden werden. Es gibt Pudersorten (Glukose-und Stärkepräparate), die eine nachfolgende Veredelung weniger stören als Kalkpuder. Primer sind mit dem Tesatest auf Haftung zu prüfen.

Damit Druckbogen einwandfrei bearbeitet werden können, sind Arbeitsränder einzuhalten, deren Abmessungen bei den Lackier -bzw. Kaschierbetrieben unterschiedlich sind. Diese Ränder sollten erfragt werden. Allgemein können Greiferrand bzw. Anlagerand mit ca. 15 mm und die übrigen Ränder mit ca. 10 mm angenommen werden. In jedem Falle muss dem Veredeler ein Standbogen beigefügt werden, der entsprechende Angaben zum Fertigformat und Beschnitt beinhaltet.

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