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Arbeitsgemeinschaft Druckveredelung e.V.
 



Die Arbeitsgemeinschaft Druckveredelung e.V. ist der Verband erfolgreicher Veredelungsunternehmen und seiner Zulieferer und Maschinenhersteller.

Zweck der AGV ist es, die ideellen und fachlichen Belange seiner Mitglieder in Sachen Technik, Betriebswirtschaft, Weiterbildung, Umweltschutz und Öffentlichkeitsarbeit zum Wohle der Gemeinschaft zu fördern.



Aktuelles


 

NEWSLETTER Juli 2010

zuständig für den aktuellen Newsletter schreibt die Firma Folien Company GmbH, Hamburg:

Wir haben im drupa report Nr. 2, Ausgabe Mai 2010 einen sehr interessanten Artikel von Roger Ynostroza entdeckt.
Er ist Chefredakteur des US-Magazins Graphic Arts Monthly und beschreibt erfolgreiche Geschäftsmodelle für den Digitaldruck in den USA.
Da sich unser Geschfäft rund um die Druckindustrie bewegt, sind Trends hierbei sicherlich immer ein erster Schritt zu Veränderungen, auf die es gilt, sich rechtzeitig einzustellen.
Auch wir nehmen in unserem Umfeld den unaufhaltsamen Wachstum des Digitaldruckes wahr. Für die Veredlung gilt es an dieser Stelle, sich auf kleinere Auflagen, digitaldruckgeeignete Folien und auch neue Anwender einzustellen.

(Quelle: drupa report Nr. 2)
Erfolgreiche Geschäftsmodelle für den Digitaldruck in den USA

In Amerika ist der Digitaldruck im Aufwind. Bei den von 2008 bis 2009 produzierten digitalen Farbseiten melden alle sechs Marktsegmente zwei- oder dreistellige Zuwächse. Diese dramatische Entwicklung ist im Vergleich zu den aktuellen von der Print-Branche gewohnten Daten beeindruckend und Ausdruck des Erfolges der Druckdienstleister, noch größere und stärker diversifizierte Kundenbereiche mit Produkten anzusprechen, die auf ihre Anforderungen zugeschnitten und/oder personalisiert sind.

Druckdienstleister nutzen hierfür ihre Stärken, die sie im digitalen Bereich bei Personalisierung, Geschwindigkeit, Komfort, kleineren Auflagen, kürzeren Lieferzeiten, Auslieferung am gewünschten Lieferort und Einbindung in anderes Marketingmaterial besitzen.
Die große Leistung dieses Segments spiegelt aber auch Veränderungen in Einkauf, Produktion und Umsätzen wider, die auf die größere Verbreitung digitaler Farbseiten zurückzuführen sind. Sie wirkt dem generellen Rückgang der Printmedien insgesamt entgegen und versetzt den Digitaldruck in die Lage, den wirtschaftlichen Aufschwung der Branche anzuführen.
Experten zufolge ist ein Großteil des jüngsten Wachstums auf die vielseitigen Online-Angebote der Digitaldruckereien zurückzuführen sowie auf Print-Anwendungen (Web-to-Print), Kleinauflagen und kundenspezifische digital gedruckte Produkte.
Die größte Kundenzielgruppe sind die kleinen und mittleren Unternehmen, von denen es in den USA sechs Millionen gibt.

Internet-kompatible Vorlagen
Diese Kunden hatten für gewöhnlich mit Akzidenzdruckereien zusammen gearbeitet. Dann wurden ihnen, häufig von den vorhandenen Druckdienstleistern, Personalisierungslösungen angeboten, die die präzisere Ansprache von Kunden praktikabel und preiswert machte. Digitale Druckunternehmen übernahmen Teile des Geschäfts, indem sie für lokale Unternehmen, Internet-kompatible Auftragsvorlagen erstellten oder nutzten.
Während im Jahre 2008/2009 der größte prozentuale Anstieg in den kleineren digitalen Drucksegmenten erwirtschaftet wurde, ist das im Jahresvergleich erzielte Wachstum von 22,8 Prozent bei den digitalen Farbseiten in der Hauptkategorie des Akzidenzdrucks Ausdruck eines ganz besonderen Erfolgs.
[...]

Überschneidung von Kundengruppen
Bei der Auseinandersetzung der von der digitalen Technik gebotenen Vielseitigkeit hat der unternehmerische Erfindungsgeist häufig auch dazu geführt, dass sich Anwendungen vermischen und Kundengruppen überschneiden. So gehen beispielsweise zwei Digitaldruckereien in New York unterschiedliche Wege. Während die eine zur großformatigen Foto-Bebilderung und zum Buchdruck wechselt, konzentriert sich die andere auf verschiedene grafische Dienstleistungen, die auch kurze Lieferzeiten für kleinauflagige kundenspezifische Untersuchungsberichte für Gerichtsprozesse und rechtliche Ermittlungen beinhalten.
Große Buchhändler nutzen ebenfalls den Digitaldruck. Sie pflegen ihr Einzeldruck-Produktionsmodell für Kunden, die vergriffene Bücher bestellen. Früher mussten sie für die Bedienung solcher seltener Anfragen riesige Warenlager vorhalten. Heute laden firmeninterne Abteilungen oder Spezialanbieter den Buchtext aus dem elektronischen Speicher und organisieren Druck, Bindung, Versand und Rechnungsstellung eines einzelnen Buchtitels.
[...]
Marketingsynergien
Manche Experten sagen einen Anstieg beim sogenannten „Youth Achievement Collateral“ (andere nennen es „Foto-Merchandising“) voraus, das weit über das traditionelle High-School- oder College-Jahrbuch hinausgeht. Ein Elternteil erzählt: „ Für unsere beiden Söhne auf der High-School haben wir für den Sportunterricht gerade ohne mit der Wimper zu zucken, über 200 Dollar für Baseball- und Football-Karten ausgegeben, auf denen das Team und unsere Söhne auf 13x20-Portraitaufnahmen, Kaffetassen, Kalender und einem riesigen Wandposter zu sehen sind. Viele dieser Artikel wurden nur ein Mal oder maximal ein Dutzend Mal gedruckt.“
Ein Systemanbieter setzt den computergesteuerten Digitaldruck für die Produktion von Marketingmaterial für seine 400 Verkaufsvertreter ein. „Das ist heute alles papierlos, völlig automatisch. Die Auswahl erfolgt über ein Menü, bestellt wird online.
„Das System ersetzt sieben Arbeitskräfte“, meint der Marketingleiter des Unternehmens. „Jeder Verkäufer erhält innerhalb von ein oder zwei Tagen genau das, was er möchte oder braucht.“ Er ergänzt: „Noch vor wenigen Jahren hätte niemand gedacht, dass die Software für die Printmedien nicht nur wichtig, sondern, offen gesagt, eine kritische Voraussetzung für ihr Überleben, ihre Entwicklung und ihr Wachstum sein würde.
[...]

Höhere Attraktivität der Printmedien
Wie bereits erwähnt, sind personalisierte Web-to-Print-Produkte für neue Kundentypen attraktiv. Hierbei handelt es sich um Einzelkunden, wie Eltern, die für ihre Kinder Einzeldrucke bestellen und die selten oder vielleicht nie zuvor kommerziell produzierte Papierdrucke gekauft haben.
Für solche Anwendungen, von denen es jetzt unzählige geben mag, können Kunden mit einfachen Software-Vorlagen ihre personalisierten Druckprodukte auswählen und anschließend die Bestellung online aufgeben. Diese kundenspezifisch angepassten Produkte, deren Produktion fast immer digital erfolgt, werden dann direkt an Käufer versandt.
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Angesichts dieser Leistungen und des Markterfolges erfüllt der Digitaldruck die an ihn gestellten hohen Erwartungen nicht nur, sondern übersteigt sie sogar.

(Quelle: drupa report Nr. 2)


 



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NEWSLETTER Juni 2010

Verantwortlich für den aktuellen Newsletter im Monat Juni ist unsere Mitgliedsfirma Weilburger Graphics GmbH in Gerhardshofen. Herr Korbacher schreibt:

Wir möchten den monatlichen Newsletter der AGV als Gelegenheit nutzen, um Ihnen einige Gedanken von Herrn Wilhelm Hachtel zum Thema „Finanzkrise“ vorzustellen. Er leitet schon viele Jahre sein Unternehmen MHZ, das im Bereich der Sonnenschutzsysteme mit 1500 Mitarbeitern sehr erfolgreich ist. Sein Unternehmen, die MHZ Hachtel GmbH & Co. KG können Sie unter www.mhz.de studieren.

Die Überlegungen von Herrn Hachtel stammen zwar aus Januar 2009, sind aber immer noch aktuell und zutreffend. Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit für die Lektüre. Es lohnt sich!

Den Text von Herrn Hachtel können Sie HIER herunterladen.

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NEWSLETTER Mai 2010

Im Newsletter des vergangenen Monats informierte die Firma Schmid-Rhyner, CH-Adliswhil über das Thema Kontrolle der UV-Aushärtung - MEK- und Talkumtest.

Den kompletten Text der Newsletter können Sie HIER herunterladen.

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Berichterstattung

AGV-Veredelertagung am 7. und 8. Mai 2010 in Detmold

Eine interessante Tagung in den Räumen der Jowat AG liegt hinter uns. Hochkarätige Fachthemen, Diskussionen und ein abendliches Rahmenprogramm mit historischem Stadtrundgang und festlichem Abendessen haben bei allen Teilnehmern einen angenehmen und bleibenden Eindruck hinterlassen.

In seiner Begrüßung wies Herr Dr. Becker darauf hin, dass der Trend zur Druckveredelung bei allen Druckverfahren ungebrochen ist und das Interesse an den verschiedenen Veredelungstechniken ständig steigt. Ob dieser Trend bei den Druckveredelern zu höheren Umsätzen führt, liegt letztlich an jedem selbst. Wichtig hierbei ist, dass jeder auf der Höhe der technischen Entwicklung bleibt, wofür die AGV ein gutes Forum ist. Als zentrales Thema für die Tagung wurde daher der Digitaldruck gewählt, da diese Technik für die Veredeler ein neues und innovatives Betätigungsfeld sein kann.



Das Vortragsprogramm am Freitag bestand aus vier großen Themenblöcken.

Im ersten Themenblock entführte uns Frau Ina Benz von der Jowat AG in die komplexe Welt der Klebstoffe und zeigte u.a. auf, was wir von der Natur noch lernen können um Kleben als Alternative zum Nieten und Schweißen weiter zu etablieren.

Herr Bernhard Kohlhoff ging auf die Parameter für die Glanzfolienkaschierung ein,
wobei er besonders die Physiologie und Nachhaltigkeit betonte. Er zeigte auf, wie durch den Einsatz von Härtern, Temperatur und hochwertigen Klebstoffsystemen wie PUR Hotmelt die Sicherheit bei der Glanzfolienkaschierung erhöht werden kann.

Der zweite Block befasste sich mit Zentralthema unserer Tagung dem Digitaldruck und der Veredelung von Digitaldrucken.




Referent Oliver Baar von Hewlett Packard aus Böblingen zeigte die enorme Vielfalt der am Markt befindlichen Digitaldrucktechniken auf - Toner mit und ohne Silicon, ElektroInk, wässriger oder lösungsmittelhaltiger Primer, zertifizierte oder nichtzertifizierte Papiere - die Vielzahl an Parametern war etwas erschlagend. Aber auch in seinem Vortrag wurde deutlich, dass eine Druckveredelung dringend notwendig ist, wobei offen bleibt, wann eine Inline-Veredelung und wann eine Offline-Veredelung sinnvoller ist. Dieser Vortrag machte auch deutlich, dass viel Raum für Grundsatzuntersuchungen zur Veredelung von Digitaldrucken an Hochschulen bleibt.

Herr Peter Stadler beleuchtete die Veredelung von Digitaldrucken aus der Sicht eines Sachverständigen. In seinem Vortrag betonte er, dass der Digitaldruck jährlich um 30% steigt, wobei der Veredelung noch nicht genügend Beachtung geschenkt wird. Als Beispiel führte er an, dass die Zertifizierungsstelle, die die Papiere für den Digitaldruck überprüft keine Hinweise zur Veredelung gibt und diese auch nicht testet. Im Weiteren wies er darauf hin, dass Ghostingeffekte auch bei Digitaldrucken auftreten können, die zunächst unsichtbar sind und häufig erst bei einer Glanzsteigerung durch die Veredelung sichtbar werden.

Der dritte Vortragsblock bestand aus rechtlichen Themen. Frau RA’in Cunningham vom vpdm südbaden ging auf Arbeits- und Sozialrecht, speziell in den Krisenzeiten ein, sowie auf Gewährleistungen und gab Hinweise zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen.

Herr Peter Bölke von der Jowat AG referierte anschließend über den aktuellen Stand des umfangreichen Reach Projektes.

Die Charts der Vorträge aller Referenten können interessierte Mitgliedsbetriebe von der Geschäftsstelle anfordern.

In Ergänzung zum Tagungsprogramm erläuterte Herr Prof. Kuen von der FH München den Inhalt und Ablauf der beiden Diplomarbeiten, die die AGV im Rahmen ihrer Nachwuchsförderung finanziell unterstützt. Die Arbeitstitel der beiden Arbeiten lauten: “Einflussfaktoren auf die Qualität von Veredelungsschichten auf Digitaldrucken“ und „Einsatzgebiete für die Applikation von Veredelungsschichten auf Digitaldrucken“. Nach Beendigung der Arbeiten werden diese in den AGV News veröffentlicht und auf einer der nächsten AGV Tagungen vorgestellt.




Der Freitag klang aus mit einer "Historischen Stadtführung" durch die Detmolder Altstadt ...

.. und einem festlichen Abendessen im "Detmolder Hof".

Am Samstagmorgen wurde die Tagung mit einer Mitgliederversammlung fortgesetzt.


Details zu Inhalt, Themen und Rahmenprogramm finden Sie
hier HIER


Wir danken auch an dieser Stelle nochmals dem Gastgeber der Veranstaltung - unserem Mitgliedsunternehmen Jowat AG in Detmold.

 



 



 

Die AGV ist die gemeinsame Stimme aller mit der Veredelung von Druckerzeugnissen befaßten Unternehmen. Die Mitglieder, Veredeler und Maschinenhersteller befassen sich mit den wichtigen unternehmerischen, insbesondere aber auch technischen Aspekte ihres Wirkens. Sie verstehen sich als Dienstleister für Ihre PrePress, Press- und Finish-Kunden.
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